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Spaenle: Weiterentwicklung des Schulwesens unter den Prinzipien Qualität und Gerechtigkeit

04.12.2013

„Unter den Prinzipien von Qualität und Gerechtigkeit werden wir das Schulwesen behutsam weiterentwickeln und es fit machen für die Anforderungen der Zukunft. Denn wir wollen unseren jungen Menschen die bestmögliche Bildung mitgeben - ganzheitlich, fundiert und unabhängig vom Elternhaus“, hat der bayerische Bildungsminister Ludwig Spaenle im Bildungsausschuss des Landtags – dem ich auch in dieser Legislaturperiode wieder angehöre – gesagt. Gleichzeitig betonte er, dass es in den kommenden 5 Jahren keine grundlegenden Eingriffe in die Schulstruktur geben werde: „Denn die Lehrkräfte an den Schulen brauchen einen verlässlichen Rahmen und die nötige Ruhe, um sich auf ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen zu konzentrieren.“ Notwendig sei aber eine behutsame Weiterentwicklung.


 Außerdem hat er es als sein Ziel bezeichnet, den bisher beschrittenen Weg weiterzugehen und vor allem die individuelle Förderung unserer jungen Menschen weiter auszubauen. Dazu gehöre auch, so Spaenle, diesen individuelle Lernzeit anzubieten: „Ich möchte den Kindern und Jugendlichen die Zeit geben, die sie für ihr persönliches Bildungsziel brauchen“. Dabei spiele die Ausweitung der Flexiblen Grundschule ebenso eine Rolle wie die zusätzlichen Förderangebote am Gymnasium und der konsequente Ausbau der Ganztagsschulen an allen allgemein bildenden Schularten: „Bis 2018 soll jede Schülerin und jeder Schüler bis 14 Jahre ein Ganztagsangebot wahrnehmen können“.

 

Sicherung gleichwertiger und wohnortnaher Bildungsangebote auf dem Land

 

Unser bayerischer Bildungsminister hob hervor, er lasse sich von dem Motto leiten: „Bildung bei den Menschen lassen, Bildung zu den Menschen bringen“. Dazu gehöre, gleichwertige und wohnortnahe Bildungsangebote auf dem Land und in der Stadt sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Den bestehenden rechtlich selbständigen Grundschulen mit insgesamt 26 Schülern gab er eine Bestandsgarantie. Diese Zusagen sind eine wirklich gute Nachricht für die Schülerinnen und Schüler im ländlichen Raum, zu dem ja auch große Teile des Landkreises Miltenberg gehören, und besonders auch für kleinere Grundschulen.


Auch die Integration der jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte oder die Inklusion, den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Förderbedarf, will Ludwig Spaenle in den kommenden Jahren verstärkt anpacken.

 

Mehr Kompetenzorientierung in den neuen Lehrplänen

 

Die derzeit erarbeitete neue Lehrplangeneration soll nach dem Willen des Ministers eine Weiterentwicklung hin zur mehr Kompetenzorientierung bringen. Zunächst soll ab dem Schuljahr 2014/2015 der neue Lehrplan der Grundschule „LehrplanPLUS“ sukzessive für alle vier Jahrgangsstufen eingeführt werden. Dieser soll auch gewährleisten, dass die Lehrpläne der weiterführenden Schulen nahtlos an die Inhalte der Grundschule anschließen können.

 

 
 
 
 

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