Reden

Landfrauentag 2020

09.03.2020

Rede Berthold Rüth, MdL am 09.03.2020 in Kleinheubach

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr.“, lautet eine alte Bauernregel.

Ich hoffe nach diesem stürmischen und nassen Februar, dass sie noch immer ihre Gültigkeit hat! Aber wie dem auch sei, wünsche ich Ihnen, liebe Bäuerinnen, ein in jeder Hinsicht fruchtbares und hoffentlich nicht wieder so trockenes Bauernjahr 2020 und natürlich eine gute Ernte!

Ich bin sehr gerne zu Ihnen gekommen, weil ich Ihre Arbeit außerordentlich schätze:
Denn Sie, liebe Bäuerinnen und Bauern, sind es, die – mit viel Können, mit viel Herzblut und mit viel Schweiß! – nicht nur gesunde Lebensmittel produzieren, sondern die auch das Leben in unseren Dörfern entscheidend prägen. Denn Sie arbeiten nicht nur auf Ihren Höfen, sondern engagieren sich in vielen Funktionen ehrenamtlich und bewahren dadurch auch die Traditionen und Bräuche unserer Heimat.
Das ist ganz wichtig, denn auch im Zeitalter der Globalisierung ist es unverzichtbar, die eigene Kultur zu pflegen und dadurch die eigene Identität zu bewahren. Deshalb ist es nicht nur bedauerlich, sondern in höchstem Maße ungerecht, dass die Arbeit unserer Bauern in vielen überregionalen Medien – unsere Presse nehme ich da ausdrücklich aus! – oft so negativ dargestellt wird!
Das ist fatal, weil es fast einzig und allein unsere Bauern sind, die unsere Kulturlandschaft pflegen und erhalten: Ich würde mir deshalb wünschen, dass zumindest einige, die unsere Bauern permanent nur kritisieren, wenigstens einmal im Leben selbst einen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft leisten!
Und ich würde mir auch wünschen, dass diese Kritiker auch endlich mal kapieren, dass auch unsere Bäuerinnen und Bauern mehr Wasser-, Klima- und Artenschutz wollen!
Und dass sie berechtigterweise verärgert sind, wenn diese Kritiker nicht registrieren, wie viel unsere Landwirte schon längst zur Lösung der Probleme beitragen!

Liebe Bäuerinnen,
weil ich weiß, wie schwer Sie es auch auf Ihren Höfen haben, möchte ich betonen, dass wir in Bayern enorme Anstrengungen unternehmen, um unsere Bauern so gut wie irgend möglich zu unterstützen:
Deshalb tun wir zum Beispiel alles dafür, um unser Leitbild der bäuerlichen Landwirtschaft auch innerhalb der EU durchzusetzen.
Und selbstverständlich wird unsere Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei allen wichtigen Weichenstellungen in Berlin und Brüssel dafür kämpfen, praxisgerechte Lösungen Regelungen für die bäuerlichen Familienbetriebe in Bayern zu erreichen, natürlich auch beim wichtigen Thema Düngeverordnung.

Liebe Bäuerinnen,
aber natürlich unterstützt Bayern die bäuerliche Landwirtschaft auch finanziell massiv. Deshalb haben wir im Doppelhaushalt 2019/20 für die Land- und Forstwirtschaft 100 Millionen Euro mehr bereit gestellt.
Das bedeutet in 2019 und 2020 jeweils ein Plus von 1,5 Milliarden Euro für die Land- und Forstwirtschaft - eine enorme Summe!

Damit setzen wir ein starkes Signal für die Zukunft der Landwirtschaft:

Darüber hinaus wird der eigentlich beschlossene Abbau von 130 Stellen in der Landwirtschafts- und Forstverwaltung sowie der Ländlichen Entwicklung ausgesetzt, um die Menschen im Ländlichen Raum besser unterstützen zu können.

Liebe Bäuerinnen,
wir tun das alles sehr gerne, weil wir davon überzeugt sind:

Landwirtschaft hat Zukunft!

Deshalb kämpfen wir in München, in Berlin und in Brüssel für unsere klein- und mittelstrukturierten bayerischen Bauernhöfe!

Sie, liebe Bäuerinnen, spielen dabei auch in Zukunft die entscheidende Rolle:

Dafür sage ich Ihnen ein herzliches „Dankeschön!“, denn Sie waren, sind und bleiben die „Kraftquelle“ unserer Dörfer!

 

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Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

Bayernstr. 46
63863 Eschau
Telefon : 09374/970026
Telefax : 09374/970027