Reden

275 Jahre Epiphanias Kirche

06.01.2020

Rede Berthold Rüth, MdL am 06.01.2020 in Eschau 

Sehr geehrte Frau Regionalbischöfin Gisela Bornowski,
liebe Frau Pfarrerin Romina Englert,
hohe Geistlichkeit,
liebe Kirchengemeinde,

wenn wir heute am 6. Januar auf den Tag genau das 275-jährige Jubiläum unserer Epiphaniaskirche feiern, dann tun wir das mit großer Dankbarkeit für die bewegenden Erfahrungen der Gegenwart Gottes, die Menschen über Jahrhunderte hinweg miteinander verbinden. 
Dieses große Jubiläum zeigt eindrucksvoll, dass die Kirchen in unserer Heimat für die Menschen nach wie vor eine ganz besondere Bedeutung haben.

Für viele Menschen ist „ihre“ Kirche ein „Anker“ ihrer Heimat – auch wenn sie vielleicht gar nicht so oft in den Gottesdienst gehen. Und sie ist für alle Gläubigen der Ort, an dem unser christlicher Glaube am augenfälligsten zu Hause ist.

Ich bin der festen Überzeugung, dass es gerade im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung sehr wichtig ist, im Glauben und einer starken Gemeinschaft beheimatet zu sein.

Und die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde beschreibt das sehr treffend auf ihrer Homepage. Ich zitiere: „Die Kirchengemeinde Eschau liegt im Herzen des Spessarts. Umgeben von katholischen Hochburgen des Bistums Würzburg war sie bereits seit der Reformationszeit eine feste Gemeinschaft, die sich ihrer evangelisch-lutherischen Identität stets sehr bewusst war und diese bis heute selbstbewusst vertritt. Unsere vielseitigen Angebote für Alt und Jung, der nach wie vor überdurchschnittliche Kirchenbesuch und die gut 150 ehrenamtlichen Mitarbeitenden im Alter zwischen 14 und 90 Jahren sind dafür ein deutliches Zeugnis“.  Zitat Ende.

In den 275 Jahren Gemeindeleben haben Glauben, Hoffnung und Liebe durch diese ehrenamtlich Tätigen ein Gesicht bekommen und auch dafür gilt es heute Dank zu sagen.

In einer Kirchengemeinde, die wie auf der Homepage geschrieben, von katholischen Hochburgen umgeben war oder ist, gab es sicherlich zwischen evangelischen und katholischen Gläubigen Berührungsängste. Für mich ist es deshalb die schönste Errungenschaft, dass wir heute nicht nur nebeneinander, sondern miteinander leben und gemeinsam das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis und viele andere Dinge teilen können. Das zeigt, wieviel Segen auf den vergangenen 275 Jahren liegt.

So wünsche ich der Kirchengemeinde alles Gute ein erfolgreiches Jubiläumsjahr und, dass unsere Kirchenoberen genau wie die heiligen Drei-Könige den richtigen Weg finden und weiter miteinander mutige Schritte der Ökumene gehen. Frau Pfarrerin Romina Englert danke ich besonders für ihrenBeitrag dazu!   

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Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

Bayernstr. 46
63863 Eschau
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