Reden

100 Jahre Schiedsrichtervereinigung Aschaffenburg/Miltenberg

09.11.2019

Rede Berthold Rüth, MdL am 09.11.2019 in Leidersbach

Sehr geehrte Damen und Herren,
herzlichen Glückwunsch zum 100-jährigen Jubiläum

Als die Schiedsrichtervereinigung Aschaffenburg/Miltenberg im Jahr 1919 von 18 sportbegeisterten Männern im Weinhaus Kuch in Aschaffenburg gegründet wurde, gab es in Deutschland bereits seit 5 Jahren keinen Deutschen Fußballmeister mehr.
Denn kriegsbedingt wurden von 1915 - 1919 keine Deutschen Meisterschaften ausgetragen, so dass bei der Gründung der Schiedsrichtervereinigung Aschaffenburg/Miltenberg der amtierende Deutsche Meister noch immer die Spielvereinigung Fürth war, die den Titel 1914 - also noch vor dem 1. Weltkrieg - errungen hatte.
Erst 1920 wurde dann wieder eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen, die der 1. FC Nürnberg durch ein 2:0 gegen eben jene  Spielvereinigung Fürth im Endspiel in Frankfurt gewinnen konnte.
Das Jahrzehnt nach der Gründung der Schiedsrichtervereinigung Aschaffenburg/Miltenberg war dann die große Zeit des fränkischen Fußballs, denn der 1. FCN gewann die Deutsche Meisterschaft nicht nur 1920, sondern auch 1921, 1924, 1925 und 1927 und die Spielvereinigung Fürth 1926 und 1929.
Das zeigt, was für eine enorm große Tradition 100 Jahre bedeuten!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seitdem haben Generationen von Unparteiischen der Schiedsrichtervereinigung Aschaffenburg/Miltenberg unzählige Spiele geleitet - oft unter schwierigen Bedingungen und auch nicht immer unter dem Beifall eines fairen Publikums:
Für Ihr überragendes Engagement, für Ihre nie nachlassende Leidenschaft für den Fußball und nicht zuletzt für Ihre dafür geopferte Zeit danke ich Ihnen allen sehr herzlich!

Wie schwierig das ist, weiß jeder, der schon einmal ein Fußballspiel gesehen hat:
Der Schiedsrichter steht fast immer im Mittelpunkt, seine Entscheidungen werden genauestens beäugt, kommentiert und oftmals auch lautstark beschimpft.
Denn in einem Match darf jeder Spieler mal einen Fehler machen: der Schiedsrichter nie!
Ich habe deshalb höchsten Respekt vor den Leistungen unserer Schiedsrichter und setze mich auch als Vorsitzender des Landessportbeirats dafür ein, dass sie auch von den Fans mit Respekt behandelt werden!

Denn eines ist klar:
Ohne Schiedsrichter wäre es im Fußball in den letzten 100 Jahren nicht gegangen - und wird es auch in den kommenden 100 Jahren nicht gehen!
Deshalb müssen sich alle Fußballfans auch bewusst sein, dass auf dem Platz nicht nur 22 Leistungsträger stehen, sondern 23!
Und diese große und unverzichtbare Leistung unserer Schiedsrichter muss auch von den Fans anerkannt und gewürdigt werden.
Denn wie hat der frühere FIFA-Referee Walter Eschweiler einmal so schön gesagt:
„Die Leistung eines Schiedsrichters ist mit irdischen Gütern nicht zu bezahlen."

In diesem Sinne: Alles Gute für die nächsten 100 Jahre! 

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Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

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63863 Eschau
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Telefax : 09374/970027