Reden

Wir brauchen mehr Frauen in der Politik!

25.10.2019

Rede Berthold Rüth, MdL am 25.10.2019 in Obernburg 

30 Jahre FU Ortsverband Obernburg

Zu Ihrem 30-jährigen Jubiläum gratuliere ich Ihnen sehr herzlich

Es ist, liebe Mitglieder der FU Obernburg, schon etwas ganz Besonders, dass Ihr Ortsverband in einem Jahr gegründet wurde, das seit langem mit dem Attribut „welthistorisch“ versehen wird:

Am 19. August kam es infolge des „Paneuropäischen Picknicks“ der Paneuropa Union an der ungarisch-österreichischen Grenze zu einer Massenflucht von DDR-Bürgern nach Österreich; Ende August begannen in Bayern Vorbereitungen zur Errichtung von Notaufnahmelagern.
Am 11. September 1989 öffnete dann die ungarische Regierung offiziell die Grenzen nach Österreich und die Flüchtlinge konnten ausreisen.
Und am 8. November 1989 erlebten auch die Mitglieder der neugegründeten FU Obernburg den Fall der Berliner Mauer.
Vor dem Hintergrund dieser welthistorischen Ereignisse wurde hier in Obernburg ein Verband gegründet, dessen Ziel es war – und ist – das politische Engagement von Frauen zu fördern und die Interessen von Frauen durchzusetzen.
Und das ist in diesen 3 Jahrzehnten auch gelungen!

Sie haben als FU Ortsverband in den vergangenen 3 Jahrzehnten Ihren Beitrag dazu geleistet, dass bei der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern große Fortschritte gemacht wurden:

Denn hier bei uns in Bayern sind über 70 Prozent der Frauen erwerbstätig, das sind mehr als im Bundesdurchschnitt. Wie Umfragen zeigen, ist es für sie besonders wichtig, dass sie gute Rahmenbedingungen für ihre Familien vorfinden:
Denn das erleichtert es ihnen, gleichzeitig zu arbeiten und sich Zeit für die Familie zu nehmen.
Deshalb haben wir in Bayern in den vergangenen Jahren die Kinderbetreuung massiv ausgebaut und fördern auch sonst die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in vielfältiger Weise, ich nenne hier nur das neue bayerische Familiengeld, das unabhängig vom Einkommen und von der Art der Betreuung gewährt wird sowie die weitgehende Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten und weitere finanzielle Unterstützungen für Familien.

Das sind deutliche Verbesserungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit für die beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen!

Frauen spielen in der bayerischen Landespolitik eine immer wichtigere Rolle

Mit seinen aktuell ___ Mitgliedern ist der FU Ortsverband Obernburg auch das beste Beispiel dafür, dass in den vergangenen Jahrzehnten in Bayern die Zahl der Frauen in der Politik stark zugenommen hat, und Frauen, die sich zur Wahl stellen, sehr gute Chancen haben, gewählt zu werden – ich nenne als Beispiele nur Ilse Aigner oder die langjährige FU-Landesvorsitzende Angelika Niebler, und auch dich, liebe Manuela Fromm, als Stadtratskandidatin der CSU hier in Obernburg (Platz 3).

Außerdem freue ich mich, dass mit Katja Zöller (5) und Jutta Ruppert (10) zwei weitere Frauen für den Stadtrat kandidieren!

Der Einfluss von Frauen in der bayerischen Politik war dabei noch nie so hoch wie heute. Das zeigt ein Blick auf die Besetzung wichtiger politischer Ämter im Freistaat:
Im Gründungsjahr der FU Obernburg 1989 befanden sich im Kabinett des damaligen Ministerpräsidenten Max Streibl gerade einmal zwei Frauen – die unvergessene Mathilde Berghofer-Weichner (Justiz) und unsere heutige Festrednerin Barbara Stamm als Staatssekretärin für Arbeit und Soziales.
Seitdem ist der Anteil der Frauen in politischen Führungspositionen in Bayern ständig gestiegen!

Deshalb ist es auch sehr erfreulich, dass Ministerpräsident Markus Söder wieder so viele Frauen in sein neues Kabinett berufen hat - alle bis auf eine übrigens von der CSU:

Kerstin Schreyer: Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales
Melanie Huml: Staatsministerin für Gesundheit und Pflege
Michaela Kaniber: Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Judith Gerlach: Staatsministerin für Digitales
Carolina Trautner: Staatssekretärin für  für Familie, Arbeit und Soziales
Anna Stolz (Freie Wähler): Staatssekretärin für Unterricht und Kultus

Auch die neue Präsidentin des Bayerischen Landtags ist nach unserer heutigen Festrednerin Barbara Stamm wieder eine Frau: Ilse Aigner!

Und es ist natürlich auch hervorragend, dass Dorothee Bär im März 2018 Staatsministerin für Digitales im Bundeskanzleramt geworden ist.

Auch an der Spitze unserer Partei spielen Frauen eine wichtige Rolle! Drei der fünf stellvertretenden Parteivorsitzenden sind Frauen:
Die Europaabgeordnete Angelika Niebler sowie Dorothee Bär und unsere Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml.
Und auch eine der stellvertretenden Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion ist eine Frau: Tanja Schorer-Dremel.

Insgesamt sind derzeit 21 Prozent der CSU-Abgeordneten im Bayerischen Landtag weiblich - immerhin 2 Prozent mehr als in der alten Legislaturperiode.
Diese Zahl deckt sich fast mit dem Frauenanteil in der CSU, der aktuell bei ca. 20 Prozent liegt (ca. 29.000 Mitglieder).
Dabei muss man besonders berücksichtigen, dass allein die Frauen Union als zusammen mit der JU größte Arbeitsgemeinschaft der CSU mit aktuell rund 23.500 Mitgliedern wesentlich mehr Mitglieder hat als die bayerischen Grünen (ca. 12.000 im Oktober 2019) und die bayerische FDP (ca. 6.500) zusammen.

Ich finde, das ist eine enorm hohe Zahl, zu der seit 30 Jahren auch der FU Ortsverband Obernburg einen wichtigen Beitrag leistet!

Liebe FU-Mitglieder,
wie Sie ja sicher alle gesehen und gelesen haben, hat der Parteitag der CSU am 18. und 19. Oktober in München einen 75 Punkte umfassender Leitantrag beschlossen, in dem auch wichtige Forderungen der Frauen-Union zur Frauenförderung in der CSU enthalten sind:
Künftig wird es eine Parität (50%) in den engen Vorständen (Vorsitzender, Stellvertreter, Schriftführer, Schatzmeister) auf Partei- und Bezirksebene geben.
Und in den CSU-Kreisvorständen wird ab den nächsten Durchwahlen eine Soll-Bestimmung von 40% gelten.
Ich weiß, dass die Frauen Union hier gerne 50% gehabt hätte, aber ich bin der festen Überzeugung, dass in der CSU für alle Frauen, die sich wirklich engagieren wollen, „die Türen weit offen stehen“!

Durch diese Türen eintreten, müssen Sie, liebe Frauen, aber selbst!

Ziel: Attraktivität der CSU für Frauen weiter stärken!
Um mehr Frauen für die CSU zu gewinnen, ist es unser Ziel, die Attraktivität unserer Partei für Frauen weiter zu steigern, gerade junge Frauen zu fördern – zum Beispiel durch das Mentoring-Programm der Frauen Union – und flexible Partizipationsmöglichkeiten zu schaffen, zum Beispiel durch ein zeitlich begrenztes und/oder projektbezogenes Engagement.

Um das zu schaffen, brauchen wir aber vor allem viele selbstbewusste und kompetente Frauen, die sich auch tatsächlich politisch engagieren wollen. Deshalb wollen wir in allen Orten des Landkreises Miltenberg so viele Frauen wie irgend möglich gewinnen, die bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 dann auch tatsächlich auf der CSU-Liste kandidieren!
Denn wir brauchen mehr engagierte Frauen, die ihre ganz spezifische Sicht der Dinge in unsere Gemeinde- und Stadträte einbringen und dazu beitragen, Probleme vor Ort zu lösen.

Bayern in allen Bereichen vorn!

Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, weitere Frauen für die CSU zu gewinnen. Denn Bayern steht in allen Bereichen hervorragend da:

Wir tun am meisten für Familien!
Wir haben das beste Bildungssystem!
Wir haben die höchste soziale Sicherheit!
Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit!
Wir haben die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit!
Wir haben die besten Perspektiven für junge Menschen!
… und vieles mehr!

Das zeigt, dass Bayern wirklich objektiv in allen Bereichen vorn ist! Meine große Bitte an Sie als FU-Mitglieder:
Bitte unterstützen Sie die CSU im Kommunalwahlkampf!
Überzeugen Sie bitte auch Andere und vor allem junge Frauen davon, zur Kommunalwahl am 15. März 2020 zu gehen!

Herzlichen Dank für Ihren Einsatz in der FU! Alles Gute für die Zukunft! 

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Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

Bayernstr. 46
63863 Eschau
Telefon : 09374/970026
Telefax : 09374/970027