Reden

Hegeschau der Jagdgruppe Obernburg

10.05.2019

Rede Berthold Rüth, MdL am 10.05.2019 in Eisenbach

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ein Blick auf die Schauwand mit den Gehörnen zeigt, dass die Mitglieder der Jagdgruppe Obernburg auch in der vergangenen Jagdsaison dafür gesorgt haben, dass der Wildbestand in unseren Wäldern nicht überhandnimmt, sondern dass die so wichtige Balance zwischen Wald und Wild hergestellt wird.
Und gleichzeitig zeigt auch diese Hegeschau, dass Jagd kein Selbstzweck ist, sondern Verantwortung bedeutet für Wildtiere und Umwelt sowie den Schutz und Erhalt von Lebensräumen.
Leider ist vielen Menschen nicht bewusst, dass Sie, liebe Jägerinnen und Jäger, auch einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und zur Artenvielfalt leisten, für den ich Ihnen sehr herzlich danke!

Wie Sie sicher gelesen haben, haben wir im Bayerischen Landtag am Mittwoch das neue Gesetzespaket für mehr Umwelt-, Natur- und Artenschutz in Bayern beraten. Es folgt dem Dreiklang „Annehmen, Verbessern und Versöhnen“ und ist der Startschuss für einen Generationen- und Gesellschaftsvertrag für Artenschutz und Landwirtschaft, bei dem - anders als beim Volksbegehren - niemand ausgeschlossen wird. Um das Volksbegehren zu verbessern, enthält es weitere Punkte, um für noch mehr Umwelt-, Natur- und Artenschutz zu sorgen. Damit wird das Bayerische Naturschutzgesetz an mehreren Punkten geändert:

Biotope sollen besser vernetzt, Gewässerrandstreifen besser geschützt und der Anteil des ökologischen Anbaus im Freistaat deutlich erhöht werden.
Gleichzeitig wollen wir unbeabsichtigte Härten für Landwirte vermeiden und dabei möglichst unbürokratisch vorgehen.
Das ist der bayerische Weg für gesellschaftlichen Ausgleich und ambitionierten Naturschutz!

Liebe Jäger,
selbstverständlich war auch der Bayerische Jagdverband am Runden Tisch für Artenvielfalt vertreten und hat seine Expertise eingebracht:
Jagdministerin Michaela Kaniber hat das auf dem Landesjägertag Anfang April in Passau lobend hervorgehoben - und diesem Lob schließe ich mich gerne an!
Denn ohne Sie, liebe Jäger, kann Artenschutz ebenso wenig gelingen wie ohne Bauern! Wir brauchen dafür die enge Zusammenarbeit zwischen Jägern, Förstern und der Landwirtschaft, wir brauchen aber auch das Engagement jedes Einzelnen!
Wenn wir das gemeinsam hinbekommen, ist Bayern auch auf diesem Gebiet Vorreiter in Deutschland: Denn es ist ja keineswegs so, dass sich die Bundesländer, in denen die Grünen bisher an der Regierung waren oder sind, beim Artenschutz besonders hervorgetan haben. Und der Artenschutz hört ja nicht an den bayerischen Grenzen auf, sondern muss auch in den anderen Bundesländern verbessert werden. Auch das gehört zur Wahrheit in dieser Diskussion!

Liebe Jäger,
abschließend versichere ich Ihnen, dass wir in Bayern unsere Jäger auch in Zukunft so gut wie möglich unterstützen werden!

Ich danke Ihnen allen und besonders ihrem Vorsitzenden Klaus Peter Gerhart ganz herzlich für ihre engagierte waidmännische Arbeit: Machen Sie weiter so!

Waidmannsheil!

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Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

Bayernstr. 46
63863 Eschau
Telefon : 09374/970026
Telefax : 09374/970027