Reden

Innung Metallbau - und Feinwerktechnik Bayerischer Untermain

25.03.2019

Rede Berthold Rüth, MdL am 25.03.2019 in Kleinheubach

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich freue ich mich sehr, Ihnen zum erfolgreichen Abschluss Ihrer Ausbildung zum Metallbauer bzw. Feinwerkmechaniker sehr herzlich gratulieren zu können:

Jede und jeder von Ihnen kann auf ihre bzw. seine ganz persönliche Leistung sehr stolz sein – auch deshalb, weil wir in Deutschland eines der besten, wenn nicht das beste Ausbildungssystem der Welt haben!
Das heißt: Mit Ihren Gesellenbriefen können Sie also wirklich etwas anfangen! Auch deshalb, weil Sie in einer Zeit auf den Arbeitsmarkt kommen, in der wir uns alle über sehr niedrige Arbeitslosenzahlen freuen können:

Vergleicht man unsere Arbeitslosenquote in Bayern von 3,2% im Februar 2019 (Landkreis Miltenberg: 3,0%) mit den horrenden Zahlen in Italien (10,5 %) oder gar Spanien (14,5 %), sieht man erst, was für eine hervorragende Leistung das ist! Das heißt für jeden und jede von Ihnen ganz persönlich:

Sie haben beste Startbedingungen in ein erfolgreiches Berufsleben!

Liebe Gesellinnen und Gesellen,
ich finde es hervorragend, dass Sie sich für eine berufliche Ausbildung entschieden haben:

Denn selbstverständlich kann man damit auch Karriere machen – erst recht in so zukunftsorientierten Berufen wie denen des Metallbauers und des Feinwerkmechanikers. Während Andere jahrzehntelang der Auffassung waren, „dass der Mensch erst mit dem Abitur beginnt“, haben wir in Bayern immer gesagt, dass für uns eine akademische und eine berufliche Ausbildung gleichwertig sind! Deshalb haben wir in Bayern nie den Fehler gemacht, nur die akademische Bildung zu fördern:

Das ist einer der ganz wichtigen Gründe dafür, dass bei uns in Bayern die Arbeitslosigkeit fast bei „Null“ liegt – und nicht, wie in vielen europäischen Ländern, die die berufliche Ausbildung vernachlässigt haben, bei 10, 15 oder 20 Prozent (Griechenland)!

Um das Handwerk zu stärken, haben wir erst vor kurzem im Landtag einen Dringlichkeitsantrag mit dem Ziel eingebracht, den verpflichtenden Meisterbrief wieder auf mehr Branchen auszuweiten. Außerdem werden wir den Meisterbonus von bisher 1.500 auf 2.000 Euro erhöhen. Das schafft für viele junge Menschen einen zusätzlichen Anreiz, den Meister zu machen!

Darüber hinaus müssen wir alle noch viel mehr Werbung für eine Karriere im Handwerk machen, denn damit kann man sein Leben entgegen so manchem Vorurteil hervorragend gestalten!

Liebe Gesellinnen und Gesellen,

Sie verfügen nun also über beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben. Das zeigt schon ein Blick auf die Zahlen:

Der Umsatz in der deutschen Metallindustrie liegt bei über 100 Milliarden Euro (2017: 103 Mrd.), der Umsatz im deutschen Maschinenbau sogar bei 125 Milliarden Euro (2017).
Sie sind also in echten Zukunftsbranchen tätig, in denen es auch in Zukunft viele Arbeitsplätze geben wird:
Allein die Innung Metallbau- und Feinwerktechnik Bayerischer Untermain hat mehr als 100 Mitglieds-Unternehmen.

Ich danke Ihnen allen, liebe Innungsmitglieder, sehr herzlich für Ihr überragendes Engagement für unseren Wirtschaftsstandort und damit auch für zahlreiche Arbeitsplätze:

Herzlichen Dank besonders auch an alle Ausbilder und Lehrer, die unseren 65 Gesellinnen und Gesellen auf Ihrem „Weg zum Erfolg“ geholfen haben!

Und herzlichen Dank an alle Eltern und Freunde, die sie während ihrer Ausbildung unterstützt haben!

Liebe Gesellinnen und Gesellen,

Sie sitzen also, wenn man so will, quasi am „Steuer“ Ihres Lebens. Jetzt müssen Sie nur noch „starten“ und ihr Leben in die Richtung lenken, in der Sie am besten vorankommen.

Dafür wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute und viel Erfolg!

Teilen Sie diese Meldung

Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

Bayernstr. 46
63863 Eschau
Telefon : 09374/970026
Telefax : 09374/970027