Reden

„Tag des Selbstbestimmungsrechts“ der Sudetendeutschen Landsmannschaft Obernburg-Miltenberg

02.03.2019

Rede Berthold Rüth, MdL, am 02.03.2019 in Obernburg

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Einladung zum diesjährigen „Tag des Selbstbestimmungsrechts“, den Sie, liebe Sudetendeutschen, alljährlich begehen und heuer gar das 100-jährige Gedenken.
Sie bewahren damit die Erinnerung an die eigene Geschichte mit allen ihren Facetten.

Die deutschen Vertriebenen verloren ihre Heimat und zwar für immer. An eine Rückkehr war trotz anfänglicher Hoffnungen nicht zu denken.

In Bayern haben über 2 Millionen Landsleute aus den Vertreibungsgebieten eine zweite Heimat gefunden. Sie standen emotional aber auch materiell vor dem nichts. Bis auf wenige Habseligkeiten hatten sie alles verloren: Häuser, Wohnungen, Landbesitz sowie ihre berufliche Existenz.
Trotz ihres Schicksals haben sich die Vertriebenen nicht entmutigen lassen. Sie haben in Bayern mit angepackt und neu angefangen. Sie haben ihre Lebenserfahrung, ihre Bildung, ihre reichen Kenntnisse in allen Branchen zum Wohle Bayerns und zum Wiederaufbau unseres Landes eingebracht.
Durch harte Arbeit haben es viele Heimatvertriebene geschafft, sich eine neue Existenz zu erarbeiten und eine gute Zukunft für sich und ihre Familien zu schaffen. Bald sind sie ein unverzichtbarer Teil Bayerns geworden. Sie haben sich eine neue Heimat aufgebaut, ohne die alte Heimat je zu vergessen.

Die CSU-Landtagsfraktion und ich wollen dazu beitragen, dass die Erinnerung an die Vertreibung von Millionen Deutschen wach bleibt. Die staatliche Förderung, die wir – auch auf Initiative unserer Fraktion - in den vergangenen Jahren spürbar erhöhen konnten, ist dafür ein handfester Beleg.
Ich denke dabei an die Sudetendeutsche Stiftung, das Sudetendeutsche Haus und das Sudetendeutsche Museum. Wir sind uns schon immer der Verpflichtung gegenüber Geschichte, Kultur und Zukunft der Heimatvertriebenen und Aussiedler bewusst.

Liebe Sudetendeutsche,
natürlich liegen noch viele Aufgaben vor uns. Ich denke dabei an die Verbesserung der Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien. Erste Ansätze sind gemacht und dieses zarte Pflänzchen soll im gegenseitigen Verständnis weiterwachsen.

Uns allen Wünsche ich heue noch viele gute Begegnungen.

 

 

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