Reden

Landfrauentag des BBV Miltenberg

05.03.2018

Rede Berthold Rüth, MdL, am 05.03.2018 in Kleinheubach

Liebe Landfrauen, 

„Im Märzen kalt und Sonnenschein, wird's eine gute Ernte sein“, lautet eine alte Bauernregel.

Ich hoffe, dass sie noch immer ihre Gültigkeit hat! Aber wie dem auch sei, wünsche ich Ihnen, liebe Landfrauen, ein in jeder Hinsicht erfolgreiches Bauernjahr 2018 und natürlich eine gute Ernte!

Ich bin wie immer sehr gerne hierher nach Kleinheubach gekommen, weil ich Ihre Arbeit außerordentlich schätze:

Denn Sie, liebe Bäuerinnen, prägen durch Ihre vielfältigen Aktivitäten das Leben in unseren Dörfern ganz entscheidend mit. Denn Sie arbeiten nicht nur auf Ihren Höfen, sondern engagieren sich in vielen Funktionen ehrenamtlich und bewahren dadurch auch die Traditionen und Bräuche unserer Heimat. Das ist ganz wichtig, denn auch im Zeitalter der Globalisierung ist es wichtig, die eigene Kultur zu pflegen und dadurch Identität zu bewahren.

Liebe Landfrauen,
Und gleichzeitig ist es natürlich auch wichtig, gerade an einem Tag wie heute neue Impulse für das eigene Leben zu bekommen, so wie das bei den beiden Vorträgen von Frau Amendt und Frau Jarosch der Fall sein wird. Wobei, liebe Frau Jarosch:

Als ich auf der Einladung den Titel Ihres Vortrags „Ab morgen trage ich rot“ gelesen habe, dachte ich als Fan des FC Bayern zunächst, dass sie alle Landfrauen in ein rotes Bayern-Trikot stecken wollen… Aber Spaß beiseite:

Ich glaube, es ist für jeden Menschen wichtig, von Zeit zu Zeit neue Impulse für die eigene Arbeit und damit auch neue Motivation zu bekommen! Das ist gerade für Sie sehr wichtig, denn in der Landwirtschaft – das wird leider von vielen oft vergessen – läuft ohne Sie, liebe Bäuerinnen, nichts!

Studien haben ergeben, dass unsere Bäuerinnen durchschnittlich ca. 3.500 Stunden im Jahr arbeiten, das entspricht einer durchschnittlichen täglichen Arbeitszeit von ungefähr 11 Stunden bei durchschnittlich einer Woche Urlaub im Jahr – oft, Sie wissen es ja, viel weniger!

Die Bäuerin erbringt – zusätzlich zu ihren eigentlichen Aufgaben – immer noch ein Drittel der gesamten Arbeit, die in einem landwirtschaftlichen Betrieb zu leisten ist. Ohne Sie, liebe Landfrauen, kann also kein Hof bestehen! Hinzu kommen wie gesagt Ihre vielfältigen ehrenamtlichen Engagements in unseren Dörfern – darunter, und auch darüber freue ich mich sehr, auch in unseren Kirchengemeinden.

Liebe Landfrauen,
weil ich weiß, wie schwer Sie es oft auf Ihren Höfen haben, möchte ich auch heute erneut betonen, dass wir in Bayern enorme Anstrengungen unternehmen, um unsere Bauern so gut wie irgend möglich zu unterstützen:

Deshalb tun wir zum Beispiel alles dafür, um unser Leitbild der bäuerlichen Landwirtschaft auch innerhalb der EU durchzusetzen. So hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner erst am 22. Februar bei einem Treffen mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan in München deutlich gemacht, dass die europäische Agrarpolitik viel stärker auf bäuerliche Familienbetriebe und kleinteilige Strukturen ausgerichtet werden muss. Aber damit nicht genug:

Wir von der CSU-Landtagsfraktion haben Agrarkommissar Phil Hogan am Abend dann auch zu einer Diskussion "Landwirtschaft auf dem Weg ins 22. Jahrhundert – modern, nachhaltig, wettbewerbsfähig" in den Landtag eingeladen, zu der wir ganz bewusst auch zahlreiche Bäuerinnen und Bauern aus ganz Bayern eingeladen haben. Denn wir wollen, dass die europäische Agrarpolitik viel stärker auf bäuerliche Familienbetriebe und kleinteilige Strukturen ausgerichtet wird. Dazu brauchen wir eine spürbare Umverteilung der Agrarzahlungen hin zu kleineren und mittleren Betrieben.

Eine finanzielle Besserstellung von Familienbetrieben ist zum einen eine Frage der Gerechtigkeit – schließlich wären entsprechende Zuschläge ein notwendiger Ausgleich für die im Vergleich zu Großbetrieben höheren Produktionskosten. Zum anderen wäre sie ein wertvoller Beitrag, um die Kulturlandschaften vielfältig und die ländlichen Räume vital zu halten. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft!

Liebe Landfrauen, wir tun das alles sehr gerne, weil wir davon überzeugt sind:

Landwirtschaft hat Zukunft!

Deshalb kämpft die CSU in München, Berlin und Brüssel für unsere klein- und mittelstrukturierten bayerischen Bauernhöfe!

Sie, liebe Landfrauen, spielen dabei auch in Zukunft eine entscheidende Rolle:

Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich, denn Sie waren, sind und bleiben

„Herz und Seele“ unserer Dörfer!

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Stimmkreisbüro Berthold Rüth, MdL

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63863 Eschau
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